Patient und Notarzt werden an der Seilwinde nach oben gezogen

Kletterunfall in der Kampenwand-Überschreitung – 28-jähriger mittelschwer verletzt

Vier Kletterer aus München begingen am Samstagvormittag in zwei Seilschaften die klassische Kampenwand-Überschreitung, als zwischen Westgipfel und Gmelchturm einer der Kletterer über eine 2-3 Meter hohe Felsstufe stürzte und verletzt auf einem Absatz liegenblieb.

Die Seilpartner leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Bergwacht. Zwei Wasserburger Bergwachtler stiegen von der Diensthütte zur Unfallstelle auf, parallel flog der Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14 einen Notarzt und je einen Luftretter der Bergwachten Wasserburg und Aschau zur Einsatzstelle.

Nach der medizinischen Versorgung wurde der 28-jährige in den Luftrettungssack verpackt, per Seilwinde vom Rettungshubschrauber aufgenommen und zur weiteren Behandlung in die Klinik geflogen. Die Seilpartner des Verunfallten wurden von drei Bergwachtlern gesichert und zurück zum Einstieg begleitet.

Sieben Einsatzkräfte der Bergwachten Wasserburg und Aschau waren rund zwei Stunden im Einsatz.

auf dem Bild von links nach rechts: Bereitschaftsleiter Fabian Posch; Geschäftsführer Matthias Liedl; stellv. Bereitschaftsleiter Florian Zwingler; Hüttenwart Alex Mitter

Ofenbau Liedl GmbH heizt der Bergwacht Wasserburg richtig ein

Ofenbau Liedl GmbH heizt der Bergwacht Wasserburg richtig ein – Großzügige Unterstützung für Diensthütte auf der Kampenwand

Die mehr als 40 Jahre alte Ölheizung auf der Diensthütte der Wasserburger Bergwacht wird durch eine nachhaltigere Holzscheitheizung mit Warmwassertaschen und Pufferspeicher ersetzt. In einem ersten Schritt hat die Firma Ofenbau Liedl aus Griesstätt bereits im Januar die Anschaffung der rund 10.000,00 EUR teuren Heizung mit einer großzügigen Spende von 1.500,00 EUR unterstützt. Geschäftsführer Matthias Liedl von der Firma Ofenbau Liedl unterstützt auch weiterhin großzügig beim Einbau und dem Anschluss der Heizung. Die Bergwacht Wasserburg bedankt sich ganz herzlich für die großzügige Spende und die Unterstützung.“

auf dem Bild von links nach rechts:
Bereitschaftsleiter Fabian Posch; Geschäftsführer Matthias Liedl; stellv. Bereitschaftsleiter Florian Zwingler; Hüttenwart Alex Mitter

Gestürzte E-Bikerin am Liftstüberl

Am Samstag, dem 06.04. wurden die Wasserburger Bergwachtler gegen 11:00 Uhr zu einem Fahrradsturz in der Nähe des Liftstüberls alarmiert. Eine 49-jährige aus dem Raum Passau war mit Ihrem E-Bike bei der Abfahrt von der Steinlingalm schwer gestürzt und hatte sich im Gesicht und an Schulter und Ellenbogen verletzt.

Die Frau wurde von vier unserer Einsatzkräfte versorgt und mit dem Bergwachtfahrzeug nach Hintergschwendt gebracht. Dort wurde sie an den Rettungsdienst übergeben und in die Klinik gebracht.

Vier Bergwachtmänner waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Beitragsbild ist Symbolbild

Einsatz oberhalb Steinlingalm

Schulterverletzung oberhalb Steinlingalm

Am Ostersonntag, dem 31.03. wurde unsere Dienstmannschaft gegen 13:30 Uhr zu einem gestürzten Wanderer alarmiert.

Ein 29-jähriger Student aus dem Raum München war auf einem Schneefeld, ca. 100 m oberhalb der Steinlingalm, gestürzt und hatte sich schmerzhaft an Schulter und Oberarm verletzt. Drei Einsatzkräfte stiegen von der Diensthütte zu dem Verletzten auf und kümmerten sich um die Erstversorgung und den Wärmeerhalt an der sehr windigen Einsatzstelle. Aufgrund der starken Schmerzen und des Verletzungsbildes wurde ein Notarzt aus dem Tal nachgefordert.

Vom Samerberg rückten daraufhin der Rosenheimer Bergwachtnotarzt und die Rosenheimer Bergwachtnotärztin gemeinsam zur Rettungswache nach Aschau aus, von wo sie mit dem Aschauer Bergwachtfahrzeug zur Steinlingalm gefahren wurden. Bemerkenswert war das sehr zeitnahe Eintreffen der Ärzte beim Patienten, nur 30 Minuten nach Alarmierung. Nach der weiteren medizinischen Versorgung wurde der Mann auf einer Vakuummatratze gelagert und im Bergesack zur Steinlingalm getragen, von wo der weitere Transport ins Krankenhaus nach Prien erfolgte.

Vier Wasserburger Bergwachtler, zwei aus Aschau und zwei Rosenheimer Bergwachtnotärzte waren rund zwei Stunden lang in sehr guter Zusammenarbeit im Einsatz.

Einsatz-Quad im Winter mit Raupenketten

Auf steilem Schneefeld ausgerutscht

Wanderer rutscht ca. 150 Meter auf hartgefrorenem Schneefeld Richtung Gederer Alm ab.

Am Sonntag, dem 28. Januar beendete unsere Dienstmannschaft gegen 16:30 Uhr den Vorsorgedienst auf der Kampenwand und wollte gerade ins Tal fahren, als ihr auf Höhe des Sultensattels eine Frau auffiel, die sichtlich Probleme hatte, das pickelhart gefrorene und steile Schneefeld auf der Ostseite des Sulten zu queren. Ein Bergwachtler querte zu der Frau und fragte, ob Hilfe benötigt werde.

Diese berichtete, dass ihr Begleiter auf dem Schneefeld ausgerutscht war und, sich mehrfach überschlagend, ca. 150 Meter in Richtung Gederer Alm abgerutscht war.
Zu dem 25-jährigen Mann aus dem Landkreis bestand Sicht- und Telefonkontakt. Es stellte sich heraus, dass dieser während des Sturzes einen Schuh verloren hatte, unverletzt sei, den Aufstieg aber über das eisige und rund 30 Grad steile Gelände aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen könne.

Zwei Bergwachtmänner stiegen zu dem Mann ab, fanden im Abstieg den verlorenen Schuh und rüsteten den Verunfallten mit Steigeisen aus. Am kurzen Seil gesichert wurde der Mann über den steilen und eisigen Hang zurück zum Sultensattel geführt, wohin auch seine Begleiterin von einem weiteren Bergwachtmann gebracht wurde.

Im letzten Tageslicht konnten die beiden Wanderer mit dem ATV ins Tal gebracht werden, so dass ein längerer Einsatz bei Dunkelheit erfolgreich verhindert werden konnte.

Vier Einsatzkräfte waren gut 2 Stunden im Einsatz.

Aufgrund der aktuell eisigen und schwierigen Verhältnisse weist die Bergwacht darauf hin, unbedingt seine persönliche Ausrüstung an die Gegebenheiten anzupassen. Harte und steile Schneefelder können aktuell nur sicher mit Grödeln und festem Schuhwerk überquert werden.

Transport zum Übergabepunkt

Nächtlicher Einsatz in Wasserburg

Zum ersten Einsatz im neuen Jahr wurde die Bergwacht Wasserburg ans Innufer zwischen Zell und Wasserburg alarmiert.

Am Dienstagmorgen des 23. Januar meldete ein Anwohner, der sich auf dem Nachhauseweg befand, dass er auf dem vereisten Innuferweg eine hilflose und bereits unterkühlte Person aufgefunden habe.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte um 01:12 Uhr die Mannschaft der Wasserburger Bergwacht, da die Einsatzstelle wegen zahlreicher umgestürzter Bäume und der eisigen Verhältnisse für den Landrettungsdienst nicht erreichbar war. Sieben Einsatzkräfte rückten – nur 12 Minuten nach Alarmierung – mit dem Bergwachtfahrzeug nach Zell aus und machten sich ausgerüstet mit Gebirgstrage, Bergesack, Lampen und Handsägen auf den Weg zur Einsatzstelle. Kurz vor 02:00 Uhr erreichte die Mannschaft den 58-jährigen Patienten aus dem südlichen Landkreis, kümmerte sich um den Wärmerhalt und verpackte ihn im Bergrettungssack. Mit der Gebirgstrage ging es durch das mehrfach durch umgestürzte Bäume blockierte Gelände zurück in Richtung Zell, wo der Rettungswagen des BRK auf die Übergabe wartete. Nach weiterer medizinischer Versorgung erfolgte der weitere Transport ins Klinikum Rosenheim.

Der Einsatz konnte gegen 03:00 Uhr beendet werden. Sieben Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz.

Abtransport mit Gebirgstrage über vereisten Weg
Abtransport mit Gebirgstrage über vereisten Weg
Abtransport mit Gebirgstrage über umgestürzte Bäume
Abtransport mit Gebirgstrage über umgestürzte Bäume
Bergmesse Bergwacht Wasserburg 2023

Schönstes Bergwetter bei der Bergmesse auf der Kampenwand

So ein Wetter haben die Wasserburger Bergwachtler für ihre Gedenkbergmesse mit dem anschließenden Almkirta auf der Kampenwand schon lange nicht mehr gehabt. Sicher, im vergangenen Jahr wäre es ebenfalls am traditionell vorgesehenen 3. Oktober ebenfalls ein schöner Bergtag gewesen. Aber da gab es keinen Gottesdienst und der Sommersaisonabschluss konnte pandemiebedingt nur als interne Veranstaltung abgehalten werden.

Heuer hat es also wieder geklappt. Es werden schon fast 150 bergbegeisterte Freunde der Wasserburger Bergwacht gewesen sein, die der Einladung gefolgt waren. Schließlich gab es ja auch zwei  kleine Jubiläen zu feiern. 85 Jahre ist die Wasserburger Bergwachtbereitschaft nun alt und die Diensthütte auf der Kampenwand gibt es seit 75 Jahren. 

Der ehemalige selbst bergbegeisterte Diözesancaritasdirektor Prälat Hans Lindenberger zelebrierte bei einem strahlend weiß-blauen Berghimmel mittlerweile auch schon seit einigen Jahren den Gottesdienst auf dem Bergwiesenhang bei der Diensthütte. Die Musik dazu spielten in diesem Jahr erstmals die Turmbläser der Wasserburger Stadtkapelle. In seiner überzeugenden Predigt stellte Prälat Lindenberger die Aussagen der Lesung, in der das Gemeinschaftsgefühl, das aufeinander achten als Mittelpunkt angesprochen wurde. „Dazu gehören helfende Organisationen wie die Bergwacht, die mit ihrem Tun die Demut vor und für ein Miteinander als einen Auftrag verstehen“ sagte Lindenberger.  Das Kreuz auf einem kleinen bewachsenen Felsen vor der Hütte bezeichnete er als einen Berührungspunkt Gottes, der Teil der Hütte ist. 

Ziemlich schnell belegt waren nach dem christlichen Segen für Alle beim anschließenden Almkirta die Plätze rund um die wunderschön gelegene Dienstbehausung der Frauen und Männer in der Wasserburger Bergwacht. Gekommen waren neben vielen bekannten Wasserburger Gesichtern auch die Bergwachtkolleginnen- und Kollegen von der Bergrettungswache in Aschau/Sachrang. Aus Aschau kam auch wieder die „berüchtigt gute“ Gulaschsuppe von der Küche im Betreuungszentrum mit der Orthopädischen Kinderklinik, die recht schnell ein Absatzrenner war. In der Sonne sitzend gab es auch Zeit, mit den gekommenen Bergwanderern und Freunden ins Ratsch‘n zu kommen. Dazu musizierte die Wasserburger Stadtkapellenbesetzung angenehm sauber gespielte bayerisch-böhmische Blasmusik. Was will ein Bergsgteigerherz im Frühherbst noch mehr? Die markanten Felszacken der Kampenwand hatten sonnenbeleuchtet sicher ihre Freude mit der Szenerie, die sich ihnen da bot.

Bergwacht-Bergemesse 2015 auf der Kampenwand

Bergmesse der Bergwacht Wasserburg am 03.Oktober 2023, 10:30

Liebe Freunde der Bergwacht Wasserburg ,
Wir dürfen euch alle herzlich einladen an der traditionellen Bergmesse der Bergwacht Wasserburg auf der Kampenwand am Gedächtniskreuz vor der Bergwachthütte teilzunehmen. Wir feiern mit euch einen besonderen Anlass: Unsere Bereitschaft existiert seit 85 Jahren und seit 75 Jahren unsere Hütte! Um 10:30 Uhrbeginnt die Messe, die uns wieder Herr Prälat Hans Lindenberger liest. Die Messe sowie der anschließende Almkirta werden musikalisch von der Turmbläsergruppe der Stadtkapelle Wasserburg umrahmt. Wir freuen uns, euch alle nach der Messe mit Getränken, Gulaschsuppe, Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen bewirten zu dürfen.

Eure Bergwacht Wasserburg

Wanderin versteigt sich auf der Nordseite der Gederer Wand – gestürzte Mountainbikerin

Zu zwei zeitgleichen Einsätzen wurde unsere Dienstmannschaft am Samstag, dem 16.09. alarmiert.

Eine 79-jährige Frau aus dem Landkreis beging von Hintergschwendt aus den Steig, der nordseitig unter dem Gederer Pfeiler Richtung Roßboden führt, war unterhalb einer kurzen Kletterstelle vom Weg abgekommen und hatte sich in steiles und abschüssiges Waldgelände verstiegen. Als sie nicht mehr vor und zurück konnte, rief sie beim Wirt des Liftstüberls an, der die Bergwacht alarmierte. Drei Einsatzkräfte rückten von der Diensthütte zur vermuteten Einsatzstelle aus und fanden die Frau nach kurzer Suche. Gemeinsam führte man die Frau zurück aus dem Steilgelände auf den Weg, der sich weiter östlich und ein gutes Stück oberhalb befand. Die Frau wurde in der Folge noch bis zum Sultensattel begleitet und von dort mit dem Auto zum Liftstüberl gefahren. Drei Einsatzkräfte waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Nahezu zeitgleich alarmierte die Rettungsleitstelle zu einem Paralleleinsatz oberhalb der Schlechtenbergalm. Eine 16-jährige Mountainbikerin aus dem Landkreis übersah bei der Abfahrt eine scharfe Rechtskurve und stürzte über eine Strecke von knapp 100 m in eine steile und mit Steinen durchsetzte Wiese in der sie mittelschwer verletzt liegenblieb. Aufgrund der Geschwindigkeit und des Sturzgeschehens wurde schon bei der Erstmeldung ein Notarzt hinzu alarmiert.

Vier Einsatzkräfte der Wasserburger Bergwacht rückten von der Diensthütte zur Unfallstelle aus und übernahmen die Erstversorgung. Da zum Unfallzeitpunkt kein Rettungshubschrauber verfügbar war, alarmierte man den Notarztwagen aus Prien, der – geleitet vom Fahrzeug der Bergwacht Aschau – direkt auf die Kampenwand fuhr.
Nach weiterer notärztlicher Versorgung wurde die Patientin ins Tal gebracht und vom Rettungsdienst in die nächste Klinik gefahren. Acht Einsatzkräfte der Bergwachten Wasserburg und Aschau, sowie das Notarzteinsatzfahrzeug Prien waren knapp zwei Stunden im Einsatz.