Gestürzte E-Bikerin am Liftstüberl

Am Samstag, dem 06.04. wurden die Wasserburger Bergwachtler gegen 11:00 Uhr zu einem Fahrradsturz in der Nähe des Liftstüberls alarmiert. Eine 49-jährige aus dem Raum Passau war mit Ihrem E-Bike bei der Abfahrt von der Steinlingalm schwer gestürzt und hatte sich im Gesicht und an Schulter und Ellenbogen verletzt.

Die Frau wurde von vier unserer Einsatzkräfte versorgt und mit dem Bergwachtfahrzeug nach Hintergschwendt gebracht. Dort wurde sie an den Rettungsdienst übergeben und in die Klinik gebracht.

Vier Bergwachtmänner waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Beitragsbild ist Symbolbild

Einsatz-Quad im Winter mit Raupenketten

Auf steilem Schneefeld ausgerutscht

Wanderer rutscht ca. 150 Meter auf hartgefrorenem Schneefeld Richtung Gederer Alm ab.

Am Sonntag, dem 28. Januar beendete unsere Dienstmannschaft gegen 16:30 Uhr den Vorsorgedienst auf der Kampenwand und wollte gerade ins Tal fahren, als ihr auf Höhe des Sultensattels eine Frau auffiel, die sichtlich Probleme hatte, das pickelhart gefrorene und steile Schneefeld auf der Ostseite des Sulten zu queren. Ein Bergwachtler querte zu der Frau und fragte, ob Hilfe benötigt werde.

Diese berichtete, dass ihr Begleiter auf dem Schneefeld ausgerutscht war und, sich mehrfach überschlagend, ca. 150 Meter in Richtung Gederer Alm abgerutscht war.
Zu dem 25-jährigen Mann aus dem Landkreis bestand Sicht- und Telefonkontakt. Es stellte sich heraus, dass dieser während des Sturzes einen Schuh verloren hatte, unverletzt sei, den Aufstieg aber über das eisige und rund 30 Grad steile Gelände aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen könne.

Zwei Bergwachtmänner stiegen zu dem Mann ab, fanden im Abstieg den verlorenen Schuh und rüsteten den Verunfallten mit Steigeisen aus. Am kurzen Seil gesichert wurde der Mann über den steilen und eisigen Hang zurück zum Sultensattel geführt, wohin auch seine Begleiterin von einem weiteren Bergwachtmann gebracht wurde.

Im letzten Tageslicht konnten die beiden Wanderer mit dem ATV ins Tal gebracht werden, so dass ein längerer Einsatz bei Dunkelheit erfolgreich verhindert werden konnte.

Vier Einsatzkräfte waren gut 2 Stunden im Einsatz.

Aufgrund der aktuell eisigen und schwierigen Verhältnisse weist die Bergwacht darauf hin, unbedingt seine persönliche Ausrüstung an die Gegebenheiten anzupassen. Harte und steile Schneefelder können aktuell nur sicher mit Grödeln und festem Schuhwerk überquert werden.

Transport zum Übergabepunkt

Nächtlicher Einsatz in Wasserburg

Zum ersten Einsatz im neuen Jahr wurde die Bergwacht Wasserburg ans Innufer zwischen Zell und Wasserburg alarmiert.

Am Dienstagmorgen des 23. Januar meldete ein Anwohner, der sich auf dem Nachhauseweg befand, dass er auf dem vereisten Innuferweg eine hilflose und bereits unterkühlte Person aufgefunden habe.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte um 01:12 Uhr die Mannschaft der Wasserburger Bergwacht, da die Einsatzstelle wegen zahlreicher umgestürzter Bäume und der eisigen Verhältnisse für den Landrettungsdienst nicht erreichbar war. Sieben Einsatzkräfte rückten – nur 12 Minuten nach Alarmierung – mit dem Bergwachtfahrzeug nach Zell aus und machten sich ausgerüstet mit Gebirgstrage, Bergesack, Lampen und Handsägen auf den Weg zur Einsatzstelle. Kurz vor 02:00 Uhr erreichte die Mannschaft den 58-jährigen Patienten aus dem südlichen Landkreis, kümmerte sich um den Wärmerhalt und verpackte ihn im Bergrettungssack. Mit der Gebirgstrage ging es durch das mehrfach durch umgestürzte Bäume blockierte Gelände zurück in Richtung Zell, wo der Rettungswagen des BRK auf die Übergabe wartete. Nach weiterer medizinischer Versorgung erfolgte der weitere Transport ins Klinikum Rosenheim.

Der Einsatz konnte gegen 03:00 Uhr beendet werden. Sieben Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz.

Abtransport mit Gebirgstrage über vereisten Weg
Abtransport mit Gebirgstrage über vereisten Weg
Abtransport mit Gebirgstrage über umgestürzte Bäume
Abtransport mit Gebirgstrage über umgestürzte Bäume
Einsatzstelle Scheibenwand

Ein einsatzreicher Samstagnachmittag auf der Kampenwand

Bei ungewöhnlich heißem Sommerwetter mit Temperaturen knapp unter 30 Grad auch in höheren Lagen, war unsere Dienstmannschaft am Samstag, dem 12. August gleich bei vier Einsätzen gefordert.

Gegen 13:30 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle zu einer 27 Jahre alten Frau aus dem Raum Ludwigsburg. Zusammen mit ihren drei Begleitern wollte sie vom Wanderparkplatz in Hintergschwendt aus auf die Kampenwand wandern. Noch in der Nähe zum Auto erlitt die Frau eine Kreislaufschwäche, die medizinische Hilfe erforderte. Eine Mannschaft der Bergwacht Wasserburg rückte von der Diensthütte nach Hintergschwendt aus und übernahm die Erstversorgung. Der wenig später eintreffende Rettungswagen nahm die Patientin auf und brachte sie in die nächste Klinik.

Der Einsatz war nach rund 45 Minuten beendet.

Um 14:20 Uhr meldete sich eine Frau mit ihrer 13-jährigen Tochter direkt an der Bergwachthütte. Die Jugendliche aus Norddeutschland kämpfte mit akuten Kreislaufproblemen und konnte den Abstieg nicht mehr selbständig fortsetzen. Zwei Mann fuhren die beiden Wanderinnen mit dem Bergwachtfahrzeug ins Tal, von wo aus sie sich eigenständig in weitere medizinische Behandlung begaben.

Noch während das Bergwachtfahrzeug in Richtung Aschau unterwegs war, alarmierte die Rettungsleitstelle um 14:45 Uhr zu einem abgestürzten Gleitschirmflieger in den Nordabstürzen der Scheibenwand. Ein Wanderer hatte von einem Steig unterhalb der Möslarn-Alm einen Gleitschirmpiloten beobachtet, dessen Schirm plötzlich eingeklappt war und der aus großer Höhe zu Boden stürzte. Die genaue Örtlichkeit des Landeplatzes konnten die Melder nicht einsehen und setzten aus diesem Grund die Rettungskette in Gang.

Drei Bergwachtmänner und eine Bergwachtfrau stellten sich auf einen größeren Such- und Rettungseinsatz ein und fuhren mit umfangreichem Rettungs- und Sicherungsmaterial per ATV und Einsatz-E-Bikes zur Sonnenalm. Zwei Flugretter machten sich an der Sonnenalm für einen Überflug mit dem hinzualarmierten Rettungshubschrauber Christoph 1 aus München bereit, während zwei Einsatzkräfte als Vorhut in Richtung Scheibenwand-Nordwand liefen. Nach nur 10 Minuten Gehzeit erreichten die beiden Bergwachtler den Gleitschirmpiloten, der sich durch Ziehen seines Rettungsschirmes gerade noch vor einem Absturz retten konnte. Der Pilot konnte mit viel Glück unverletzt direkt am Wandfuß der Scheibenwand-Nordseite notlanden. Per Funk gaben die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte Entwarnung, so dass der sich bereits im Landeanflug befindliche Rettungshubschrauber und zwei Aschauer Bergwachtmänner, die per Seilbahn auffuhren, wieder abbestellt werden konnten. Die Einsatzmannschaft begleitete den Piloten zur Möslarnalm und fuhr diesen mit dem ATV zur Bergwachhütte und per Fahrzeug ins Tal nach Aschau. Sechs Einsatzkräfte waren rund zweieinhalb Stunden lang im Einsatz.

Scheibenwand
Scheibenwand

Gegen 19:30 Uhr erreichte die Dienstmannschaft dann der letzte Notruf an diesem Tag. Ein 36 Jahre alter Wanderer aus dem Landkreis Rosenheim hatte sich oberhalb der Steinlingalm am Sprunggelenk verletzt und konnte nicht mehr selbständig absteigen. Zwei Einsatzkräfte versorgten und schienten das Bein des Mannes und brachten ihn mit dem Bergwachtfahrzeug nach Hintergschwendt. Die Fahrt zur weiteren Versorgung im Krankenhaus konnte durch den Patienten selbst organisiert werden.

Sehr positiv zu erwähnen sind die enorm schnellen Einsatzzeiten, die durch die Anschaffungen von ATV und den beiden Einsatz-E-Bikes ermöglicht wurden.
Anmarschzeiten von weniger als 20 Minuten vom Rettungsstützpunkt bis zur Scheibenwand-Nordseite mit Gepäck und Rettungsmaterial sind ohne die beiden neuen geländegängigen Einsatzfahrzeuge undenkbar. Auch an dieser Stelle nochmal großen Dank an die Fahrradwelt Huber in Wasserburg, die mit Ihrer großzügigen Spende von zwei hochwertigen Einsatz-E-Bikes im Wert von rund 11.000,00 EUR diesen oftmals entscheidenden Zeitvorteil erst ermöglicht hat.

ATV im Einsatz

Wanderer mit Kreislaufproblemen und gestürzter Mountainbiker

Am vergangenen Sonntag, dem 23.07. rückte unsere Dienstmannschaft zu zwei Notfällen kurz hintereinander aus.

Um 11:45 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle zu einem Notfall an der Sonnenalm. Ein 59-jähriger Wanderer aus dem Allgäu mit akuten Kreislaufproblemen benötigte medizinische Hilfe. Zwei Mann fuhren von der Diensthütte mit dem All Terrain Vehicle (ATV) zur Sonnenalm, versorgten den Patienten und transportierten diesen über den sog. Panoramaweg zur Steinlingalm. Der weitere Transport ins Tal zur Übergabe an den Landrettungsdienst erfolgte mit dem Wasserburger Bergwachtfahrzeug. Vier Mann waren rund eine Stunde im Einsatz.

Etwa 30 Minuten später erfolgte die nächste Alarmierung ins Gori-Loch. Ein 33-jähriger Radfahrer aus dem Landkreis war schwer gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt. Drei Bergwachtmänner fuhren mit dem Bergwachtfahrzeug zur Einsatzstelle und übernahmen die Erstversorgung. Aufgrund des Verletzungsbildes und starker Schmerzen wurde zur weiteren Versorgung ein Notarzt alarmiert. Der Bergwachtnotarzt der Bergwacht Rosenheim beendete gerade einen Paralleleinsatz in Aschau und konnte dadurch zeitnah von Kollegen der Bergwacht Aschau mit deren Fahrzeug auf die Kampenwand gebracht werden. Nach der weiteren notärztlichen Behandlung wurde der Patient ins Tal gebracht, an den Rettungsdienst übergeben und in die nächste Klinik gefahren. Sieben Einsatzkräfte der Bergwachten Wasserburg, Rosenheim und Aschau waren eineinhalb Stunden im Einsatz.

Abseilen der Gebirgstrage zum Unfallort

Sturz in steiles Waldgelände

Zu zwei Einsätzen wurde die Wasserburger Bergwacht am gestrigen Sonntag gerufen.

Gegen 13:00 Uhr verletzte sich ein 13-jähriger Rosenheimer beim Abstieg von der Kampenwand am Sprunggelenk, so dass er den Abstieg von der Steinling-Alm nicht mehr antreten konnte. Die Dienstmannschaft der Bergwacht Wasserburg brachte den jungen Mann und seine Eltern mit dem Auto ins Tal, von wo die Familie zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus fuhr.

Auf dem Rückweg zur Diensthütte folgte kurz vor 15:00 Uhr der nächste Alarm.
Eine 77-jährige Wanderin aus dem Landkreis Landsberg am Lech war auf der Nordseite des Sulten ausgerutscht und neben dem Wanderweg circa 40 Meter über steiles und felsdurchsetztes Waldgelände in einen Graben gestürzt. Ein Wasserburger Bergwachtmann, der zufällig zeitgleich an der Unfallstelle eintraf stieg zusammen mit einem Passanten zu der Schwerverletzten ab, leistete Erste Hilfe und alarmierte seine Kollegen. Die Wasserburger Dienstmannschaft stieg zu acht mit zwei 100-Meter-Seilen, Flaschenzug und Material zur medizinischen Versorgung von oben zum Einsatzort ab. Sechs Kollegen der Bergwacht Aschau stiegen parallel zusammen mit dem Rosenheimer Bergwacht-Notarzt von unten zur Patientin auf. Die Frau wurde notärztlich versorgt, in einer Vakuummatratze gelagert und mittels Flaschenzug rund 40 Meter über steiles Gelände zum Wanderweg aufgezogen. Von dort ging es – weiterhin seilgesichert – mit der Gebirgstrage zur nächsten Forststraße, von wo der weitere Transport ins Tal mit dem Bergwachtfahrzeug erfolgen konnte. Im Tal wurde die Verunfallte vom Landrettungsdienst in die nächste Klinik gebracht.

Acht Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg, sechs Mann der Bergwacht Aschau und der Rosenheimer Bergwacht-Notarzt waren mehr als drei Stunden im Einsatz.

Ausbildung in den Karnischen Alpen

Ausbildung in den Karnischen Alpen

In diesem Jahr führte der alljährliche Berg- und Kletterausflug der Wasserburger Bergwacht in die Karnischen Alpen rund um den Stützpunkt Rifugio Pierfortunato Calvi.
Am Freitag, dem 23. September starteten acht Bergwachtler im Kärntner Lesachtal und wanderten gemeinsam zu der jenseits der Grenze liegenden italienischen Calvi-Hütte. Von diesem Stützpunkt konnten trotz nur mäßigen Wetterverhältnissen zahlreiche schöne und anspruchsvolle Touren unternommen werden.

Am noch sonnigen Freitag wurde u.a. die Raudenspitze überschritten, die Kletterer zog es in die Pic Chiadenis Nordwand bzw. zum Südpfeiler am gleichen Berg – alles Touren im IV. und V. Schwierigkeitsgrad.

Das Wochenende bescherte starken Nebel ohne Sicht, aber Gottseidank keinen Regen, so dass am Samstag auf alten Steigen aus dem 1. Weltkrieg der Monte Avanza und die Klettersteigüberschreitung des Monte Chiadenis begangen werden konnte. Interessant waren die zahlreichen Stellungen und Bunker aus den Jahren 1917/1918 und die noch überall verstreuten Kampf- und Munitionsreste, die an diesen schrecklichen Gebirgskrieg erinnerten.

Am Sonntag folgte noch die Überschreitung des Monte Peralba, sem mit 2.694 m höchsten Gipfels des Gebietes. Mit dem Abstieg ins österreichische Lesachtal endete ein zwar nicht von gutem Wetter begleiteter aber dennoch sehr gelungener Bergwachtausflug.

Bergwacht Wasserburg am KAB-Kreuz

Tragisches Ende eines Bergausfluges

Am Samstag, dem 10. September wurde unsere Dienstmannschaft zu einem medizinischen Notfall in der Nähe des Staffelsteins an der Kampenwand gerufen. Kurz vor Mittag war ein 65-jähriger Wanderer aus dem Landkreis Passau plötzlich mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand zusammengebrochen. Begleiter des Mannes begannen umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen und alarmierten die Bergwacht, die nur wenig später am Einsatzort eintraf.

Der umgehend nachgeforderte Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein konnte trotz eines Regenschauers und ungünstigen Wetterverhältnissen nahe der Einsatzstelle landen und die Notärztin absetzen. Der Patient wurde unter laufender Reanimation und zur weiteren Versorgung ins Klinikum nach Traunstein geflogen werden, wo er allerdings wenig später verstarb.

Um die Betreuung der Begleiter und der 30-köpfigen Reisegruppe, mit der der Mann unterwegs war, kümmerten sich drei Einsatzkräfte des Kriseninterventionsteams der Bergwacht. Die Gruppe wurde von der nahegelegenen Steinling-Alm mit heißen Getränken versorgt und anschließend mit vier Einsatzfahrzeugen der Bergwachtbereitschaften Wasserburg, Aschau und Rosenheim ins Tal gebracht.

Insgesamt waren zwölf Einsatzkräfte der Bereitschaften Wasserburg, Aschau und Rosenheim, sowie drei Einsatzkräfte des Bergwacht-Kriseninterventionsteams Aschau, Brannenburg und Altötting für circa drei Stunden im Einsatz.

Abseilen des Patienten mit der Gebirgstrage

Verletzter Wanderer an der Kampenwand

Am vergangenen Samstagmittag (27.08.22) wurde die Dienstmannschaft der Bergwacht Wasserburg zu einem Notfall an der Kampenwand alarmiert. Ein 60-jähriger Wanderer aus Baden-Württemberg war am Eingang der sog. Kaisersäle unter dem Ostgipfel der Kampenwand über eine rund 10 Meter hohe Felsstufe gestürzt und konnte – mittelschwer verletzt – nicht mehr absteigen.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte oberhalb von 1.400 Metern dichter Nebel, so dass an eine schnelle Hubschrauberrettung nicht zu denken war.

Abseilen des Patienten mit der Gebirgstrage

Zwei Bergwachtmänner stiegen zur Erstversorgung zu dem Mann auf und forderten zur weiteren Behandlung den Bergwacht-Notarzt aus dem Tal nach. Drei Mann der Bergwacht Aschau brachten mit ihrem Fahrzeug den Notarzt der Bergwacht Rosenheim zur Steinlingalm und stiegen mit fünf weiteren Wasserburger Bergwachtlern zur Unfallstelle auf. Hierbei wurden eine Gebirgstrage, der Bergrettungssack mit Vakuummatratze und zwei mal 200 Meter Dyneemaseil zum Patienten gebracht.

Nach der erweiterten Versorgung durch den Notarzt wurde der Verletzte mit der Gebirgstrage am Seil bis zur Steinlingalm abgelassen. Zwischenzeitlich lichtete sich der Nebel, so dass der nachgeforderte Rettungshubschrauber Christoph 14 die Alm erreichen und den Verunfallten zur weiteren Behandlung ins Traunsteiner Klinikum fliegen konnte.

Sieben Mann der Bergwacht Wasserburg, drei der Bergwacht Aschau und der Rosenheimer Bergwachtnotarzt waren zweieinhalb Stunden lang gefordert.

Christoph 14 im Einsatz auf der Kampenwand

Langes Wochenende – Viel zu tun

(Archivbild) Die Wasserburger Bergwacht rückte am vergangenen Wochenende zu vier Einsätzen an der Kampenwand aus.

Am Samstag gegen 08:30 Uhr stieß ein Bergwachtler, der von Hintergschwendt zur Diensthütte aufstieg, auf einem Waldweg nördlich des Sulten auf zwei Radfahrerinnen, die auf dem steilen Waldweg nicht mehr weiterkamen. Die beiden Frauen aus Innsbruck folgten einer Streckenempfehlung aus dem Internet und wollten mit ihren Ebikes über den Fußweg zur Steinlingalm fahren. Auf einer felsigen Querung kamen Sie nicht mehr weiter und waren über die Hilfe des Bergwachtlers dankbar, der ca. eine Stunde lang beim Schieben und Tragen der Räder half und die beiden Tirolerinnen bis zur Fahrstraße an der Schlechtenbergalm begleitete.

Um 18:00 Uhr wurde die Dienstmannschaft zu einem gestürzten Ebike-Fahrer alarmiert. Ein 35-jähriger Mann aus der Oberpfalz kam zwischen Staffelstein und Steinling-Alm mit seinem Fahrrad zu Sturz, rutschte mehrere Meter ab und zog sich eine Kopfverletzung zu. Die Bergwacht versorgte den Patienten und fuhr ihn mit dem Bergwachtfahrzeug ins Tal. Ein Rettungswagen brachte ihn zur weiteren Versorgung in die Klinik nach Prien. Drei Bergwachtmänner waren eineinhalb Stunden im Einsatz.

Am Sonntag um 13:00 Uhr der nächste Alarm: Ein 52-jähriger Mountainbiker aus dem Landkreis war bei der Abfahrt von der Gori-Alm gestürzt und mit einer Kopfverletzung liegengeblieben. Drei Bergwachtler übernahmen die Versorgung und brachten den Mann nach Aschau, von wo er mit dem Rettungsdienst in die nächste Klinik gebracht wurde.

Gegen 16:00 Uhr benötigte ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis die Hilfe der Bergwacht. Aufgrund einer Knieverletzung war für ihn der Weg von der Steinling-Alm ins Tal nicht mehr aus eigener Kraft möglich. Die Bergwacht versorgte den jungen Mann und brachte ihn mit dem Fahrzeug ins Tal, wo Freunde die weitere Fahrt ins Krankenhaus organisierten. Vier Bergwachtmänner waren am Sonntag rund zweieinhalb Stunden im Einsatz.