Bergwacht Wasserburg erneut im Stadtgebiet im Einsatz – Sturz auf vereistem Wanderweg

Wasserburg am Inn, 18.01.2026 – Am Sonntag, dem 18. Januar 2026, wurde die Bergwacht Wasserburg zu einem Rettungseinsatz im Bereich des stark vereisten Wanderwegs von der südlichen Burgau zum Innufer alarmiert.

Eine 36-jährige Frau aus dem Landkreis war auf dem glatten und steilen Weg gestürzt und hatte sich dabei mittelschwere Verletzungen zugezogen. Die Erstversorgung der Patientin erfolgte durch den Landrettungsdienst. Aufgrund des vereisten Geländes war ein liegender Abtransport durch den Rettungsdienst jedoch nicht möglich, sodass die Bergwacht zur Unterstützung nachgefordert wurde.

Da das Bergwachtfahrzeug am Wochenende im Dienstgebiet an der Kampenwand gebunden ist, fuhr die Wasserburger Feuerwehr die Bergwachtmannschaft mit der Ausrüstung zum Einsatzort.

Acht Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg, ausgerüstet mit Steigeisen, übernahmen den Transport der Patientin. Diese wurde in einem Bergesack gelagert und seilgesichert mittels Schleiftrage vom Innufer hinauf in die südliche Burgau gebracht. Dort konnte sie an den Rettungswagen übergeben und zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Klinik transportiert werden.

Im Einsatz waren neben der Bergwacht Wasserburg mit Bergwachtnotarzt Dr. Schüler auch die Freiwillige Feuerwehr Wasserburg und der Landrettungsdienst. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen verlief reibungslos. Der Einsatz dauerte rund eineinviertel Stunden.

Nächtlicher Absturz nähe Wasserburg – Bergwacht rettet 25-jährigen Mann an der Innleiten

Großes Glück hatte ein 25-jähriger Mann aus dem Raum Regensburg in der Nacht von Montag 05.01.26 auf Dienstag.

Auf der Suche nach einem speziellen Aussichtspunkt auf die Wasserburger Altstadt war der junge Mann gegen 21:30 Uhr allein westlich des Blaufelds an der Abbruchkante des Innhochufers unterwegs. Bei Temperaturen um die -10 Grad rutschte der Mann aus und stürzte rund 20 m über den steilen, hartgefrorenen Abhang in Richtung Inn hinunter. Glücklicherweise nur leicht verletzt setzte er einen Notruf ab, da er sich in der Dunkelheit nicht mehr selbst aus dem steilen Gelände befreien konnte.

Die Rettungsleitstelle alarmierte die Wasserburger Bergwacht, die mit sieben Mann von Neudeck aus zur Einsatzstelle ausrückte. Der Verunfallte wurde mit einem Rettungssitz gesichert und per Flaschenzug am Seil über den Abbruch gezogen. Nach weiterer Versorgung wurde der Mann vom Rettungsdienst in die Wasserburger Klinik gefahren.

Sieben Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden lang im Einsatz.

Nachteinsatz Kampenwand Gmelchturm

Nachteinsatz an der Kampenwandüberschreitung – Blockierte Kletterer am Gmelchturm

Zu einem nächtlichen Felseinsatz wurde unsere Mannschaft am Abend des 08. November alarmiert.

Zwei 20-jährige Studenten aus dem Landkreis Freising waren am späten Nachmittag eine Route am Gmelchturm geklettert und konnten beim Abseilen ihr verklemmtes Seil nicht mehr abziehen. Die beiden Kletterer saßen in der einbrechenden Dunkelheit auf einem Felsband östlich des Westgipfels fest und konnten sich selbständig aus ihrer misslichen Lage nicht mehr befreien.

Nachdem mehrere vergebliche Versuche das Seil abzuziehen gescheitert waren, riefen die beiden gegen 19:00 Uhr bei der Bergwacht an und erkundigten sich nach einer Abstiegsmöglichkeit, die sie ohne Seil nutzen könnten. Aufgrund der ungünstigen Verhältnisse bei Dunkelheit, Temperaturen um den Nullpunkt und starkem Wind, entschied sich die Bergwacht dazu, die beiden abzuholen.

Zwei Einsatzkräfte stiegen über die Kampenwandüberschreitung zu den beiden Blockierten auf, während drei weitere Bergwachtler den Bereich unter der Nordwand ausleuchteten. Die beiden Kletterer wurden von der Bergwacht rund 40 Meter zum Wandfuß abgeseilt und hinunter zum Weg geführt. Mit dem Bergwachtfahrzeug erreichten die beiden gegen 22:00 Uhr sicher das Tal.

Sechs Einsatzkräfte waren rund 3 Stunden lang im Einsatz.

Einsatzreicher Allerheiligentag – Schwer Verletzte Wanderin gerettet

Alle Hände voll zu tun hatte unsere Dienstmannschaft am 01. November 2025.

Gegen 12:00 Uhr meldete ein Passant, dass oberhalb der Bergwachthütte ein Wanderer Hilfe benötigen würde. Ein 33 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen, der sich derzeit zu einem Klinikaufenthalt in der Region aufhielt, konnte aufgrund einer akuten Erkrankung nicht mehr selbständig absteigen. Die Dienstmannschaft fuhr ihn nach notärztlicher Versorgung mit dem Bergwachtfahrzeug ins Tal.

Gegen 13:30 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle zu einer schwer verletzten Wanderin auf die Kampenwand-Südseite. Eine 62 Jahre alte Frau aus Rheinland-Pfalz war auf dem südseitigen Panoramasteig in steilem Waldgelände gestürzt und hatte sich schwer am Kopf verletzt. Der Wasserburger Bergwachtnotarzt stieg zusammen mit einer Einsatzkraft zu der Verletzten ab. Die Erstversorgung erfolgte gemeinsam mit der parallel eintreffenden Notärztin des Rettungshubschraubers Christoph 14 aus Traunstein. Zur Bergung der Frau aus dem steilen Gelände wurden zwei weitere Bergwachtler mit dem Luftrettungssack an die Einsatzstelle geflogen und per Winde abgesetzt. Die Patientin wurde zu einer geeigneten Lichtung im Wald getragen, in einem weiteren Windengang aufgenommen und zur weiteren Versorgung in die Traunsteiner Klinik geflogen.
Fünf Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz.

Gegen 17:00 Uhr folgte der letzte Einsatz des Tages. Ein 21 Jahre alter Wanderer aus dem Landkreis Altötting kam nach Einbruch der Dunkelheit mit Kreislaufproblemen zur Bergwachthütte und konnte den Abstieg nicht mehr aus eigener Kraft fortsetzen. Nach medizinischer Versorgung durch den Bergwachtnotarzt wurde der Mann nach Hintergschwendt ins Tal gebracht.

Drei Einsatzkräfte waren rund eine Stunde im Einsatz.

Sturz an der Gederer Wand – Windeneinsatz mit Christoph 1

Am Sonntag, dem 19.10.2025 wurde unsere Dienstmannschaft gegen 11:45 Uhr zu einer Wanderin am Gipfelgrat der Gederer Wand alarmiert. Eine 32-jährige Frau aus dem Landkreis war gestürzt und 10-20 m über steiles, felsdurchsetztes Waldgelände abgerutscht.

Aufgrund der schlechten Mobilfunkabdeckung in dem Gebiet blieben zunächst die genaue Örtlichkeit und das Verletzungsmuster unklar.
Aus diesem Grund rückte eine Gruppe der Wasserburger Bergwacht von oben und sieben Einsatzkräfte der Bergwacht Aschau von unten in Richtung Gederer Wand aus.

Drei Bergwachtmänner der Wasserburger Bergwacht erreichten die Einsatzstelle zeitgleich mit dem parallel alarmierten Rettungshubschrauber Christoph 1, der seinen Notarzt und einen Notfallsanitäter per Winde an der Unfallstelle absetzte. Zur weiteren Absicherung in dem Steilgelände nahm Christoph 1 noch zwei Luftretter der Bereitschaften Wasserburg und Aschau an der Steinlingalm auf und flog sie zur Unfallstelle.
Nach der medizinischen Versorgung der leichtverletzten Patientin wurde diese vom Hubschrauber mit dem Rettungssitz per Winde aufgenommen und in die Klinik nach Prien geflogen.

Insgesamt waren 5 Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg und acht der Bergwacht Aschau rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Bergwacht Wasserburg bei drei Einsätzen an der Kampenwand gefordert

Das angenehme spätsommerliche Wetter und die Gedenkmesse für die Kriegsgefallenen des Chiemgaus lockten am vergangenen Sonntag viele Wanderer und Besucher auf die Kampenwand.

Die Dienstmannschaft der Wasserburger Bergwacht wurde am 31.08.25 zu insgesamt drei Notfällen alarmiert.

Während der Bergmesse war eine 58-jährige Urlauberin beim Abstieg vom Ostgipfel der Kampenwand gestürzt und hatte sich schwer am Bein verletzt. Drei Einsatzkräfte der Bergwacht und der Wasserburger Bergwachtnotarzt stiegen zu der Verunfallten auf und versorgten die Verletzungen. Zum schonenden und schnellen Abtransport wurde der Rettungshubschrauber Christoph 14 angefordert, der die Frau per Winde aufnahm und direkt in die Traunsteiner Klinik flog.

Direkt im Anschluss benötigte ein 78-jähriger Mann aus dem Landkreis aufgrund eines internistischen Notfalls die Hilfe der Bergwacht. Der Mann konnte nach notärztlicher Versorgung sicher ins Tal gebracht werden.

Gegen 15:30 erfolgte die dritte Alarmierung des Tages – ein 76-jähriger Mann hatte sich auf dem Weg nach Aschau auf Höhe des Liftstüberls am Bein verletzt und konnte den Abstieg nicht mehr selbständig fortsetzen.
Der Mann wurde von der Bergwacht nach Aschau gebracht, von wo er zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht wurde.

Fünf Einsatzkräfte der Wasserburger Bergwacht und der Bergwachtnotarzt waren rund 4,5 Stunden im Einsatz

Sprunggelenksverletzung im Abstieg vom Ostgipfel – Windenbergung mit Christoph Murnau

Am Samstag, dem 23. August 2025 wurde unsere Dienstmannschaft gegen 14:30 Uhr zu einer verletzten Wanderin unterhalb der Kaisersäle alarmiert. Eine 43-jährige Frau aus Niederbayern hatte sich im Abstieg vom Ostgipfel am Bein verletzt und konnte nicht mehr selbständig absteigen.

Vier Einsatzkräfte stiegen zu der Frau auf, versorgten die Verletzung und bereiteten den Abtransport per Hubschrauber vor. Der Rettungshubschrauber Christoph Murnau nahm an der Steinlingalm einen Bergwacht-Luftretter auf, setzte diesen zusammen mit dem Notarzt per Winde an der Unfallstelle ab und nahm die Patientin – im Rettungssitz gesichert – in einem weiteren Windengang auf. Die Frau wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Prien geflogen.

Fünf Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg waren ca eineinhalb Stunden im Einsatz.

Verletzte Wanderin im Abstieg von der Kampenwand 

Zu einer Patientin mit einer Sprunggelenksverletzung wurde unsere Dienstmannschaft am Samstag, dem 19.07. gegen 16:00 Uhr alarmiert.

Die 83-jährige Wanderin aus München war im Bereich der Talabfahrt oberhalb der sog. Sonnenkurve gestürzt und hatte sich schmerzhaft am Bein verletzt.

Sechs Einsatzkräfte, darunter ein Bergwachtnotarzt der Wasserburger Bereitschaft fuhren mit dem Mannschaftsfahrzeug und dem ATV zur Einsatzstelle und versorgten die Patientin medizinisch. Die Frau wurde im Bergrettungssack gelagert und zum Rettungsfahrzeug der Bergwacht Aschau getragen, das parallel vom Tal zur Unfallstelle ausgerückt war. Die Patientin wurde nach Aschau gebracht und dort an den Landrettungsdienst zum weiteren Transport in die Klinik übergeben.

Neun Einsatzkräfte waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

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ATV im Einsatz

Ein einsatzreicher Sonntag – Drei Einsätze in Folge auf der Kampenwand

Die Sommersaison ist in vollem Gange, das zeigt sich auch an den Einsatzzahlen der Wasserburger Bergwacht. Zu drei Einsätzen hintereinander wurde unsere Bereitschaft am Sonntag, dem 13. Juli alarmierte

Während des Berglaufes von Aschau zur Steinlingalm verletzte sich ein Bergläufer aus dem Landkreis noch vor dem Zieleinlauf schmerzhaft am Sprunggelenk. Er schaffte es noch bis ins Ziel, musste allerdings vom Sanitätsdienst der Bergwacht versorgt und ins Tal zur weiteren Behandlung gebracht werden. Bemerkenswert ist, dass der Läufer trotz seiner Verletzung noch den zweiten Platz in seiner Altersklasse erringen konnte.

Gegen Mittag folgte eine Alarmierung zur Sonnenalm. Eine 86-jährige Frau aus Niederbayern war mit akuten Kreislaufproblemen zusammengebrochen. Ein Bergwachtnotfallsanitäter fuhr mit einer weiteren Einsatzkraft per ATV zur Sonnenalm und übernahm die Erstversorgung. Die Patientin wurde von den Bergwachtmännern per Seilbahn ins Tal begleitet und dem Landrettungsdienst übergeben.

Unmittelbar nach der Rückkehr der beiden Einsatzkräfte auf die Diensthütte, folgte der nächste Anruf. Ein 80-jähriger Urlauber klagte über akute Erschöpfungsbeschwerden und konnte mit seinem Rollator zwischen Steinlingalm und Staffelstein nicht mehr aus eigener Kraft zur Seilbahn gehen. Während eines starken Platzregens fuhren zwei Einsatzkräfte zu dem bereits stark durchnässten Patienten und brachten ihn per ATV zur Sonnenalm. Von dort wurde der Mann ins Tal begleitet und von seinem Sohn nach Hause gebracht.

Vier Einsatzkräfte waren insgesamt fünf Stunden im Einsatz.

Rettungshubeschrauber Christoph 1 am Gederer Pfeiler

Windenrettung unter dem Gederer Pfeiler – Verletzter Wanderer in den KaisersälenZwei Einsätze in Folge

Zu zwei Einsätzen hintereinander wurde unsere Dienstmannschaft am Samstag, dem 28. Juni 2025 alarmiert.

Am Samstag fand auf der Kampenwand die jährliche Sommerübung der Bereitschaft statt, an der 20 Bergretterinnen und Bergretter unserer Bereitschaft teilnahmen.

Während der Übung alarmierte die Rettungsleitstelle gegen 11:15 Uhr zu einer verletzten Wanderin zwischen Gedereralm und Sultensattel.

Vier Einsatzkräfte machten sich auf den Weg Richtung Einsatzort, wobei nach telefonischer Rücksprache mit der Melderin klar wurde, dass sich die Patientin auf der Nordseite des Gederer Pfeilers in einem Geröllfeld befand. Eine 20-jährige Wanderin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck befand sich im Aufstieg über einen Steig, der nördlich unter den Gederer Wänden zur Kampenwand führt. In einem steilen Geröllhang verletzte sie sich schmerzhaft am Bein und konnte nicht mehr selbständig weitergehen.

Der Wasserburger Bergwachtnotarzt und eine Bergwachtlerin stiegen zu der Frau ab und versorgten diese medizinisch. Zum schonenden Abtransport wurde der Rettungshubschrauber Christoph 1 aus München angefordert, der die Patientin in einem Winchgang mit dem Rettungsdreieck aufnahm und in die nächste Klinik flog.

Sechs Einsatzkräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz.

Bereits auf der Rückfahrt von der Weissenalm zurück zur Diensthütte kam die nächste Alarmierung. Ein 85-jähriger Amerikaner war im Abstieg vom Ostgipfel der Kampenwand unterhalb der Kaisersäle gestürzt und hatte sich mittelschwer an Kopf und Oberarm verletzt. Als die Dienstmannschaft an der Steinlingalm eintraf, kam der Patient bereits in Begleitung von Passanten zu Fuß zur Bergwacht. Nach kurzer Wundversorgung wurde der Mann ins Tal gefahren und zur weiteren Behandlung vom Landrettungsdienst ins Priener Krankenhaus gebracht.

Sechs Einsatzkräfte waren eine Stunde im Einsatz.

Rettungshubeschrauber Christoph 1 am Gederer Pfeiler
Rettungshubeschrauber Christoph 1 am Gederer Pfeiler
Rettungshubeschrauber Christoph 1 am Gederer Pfeiler