Liebe Freunde der Bergwacht Wasserburg , Wir dürfen euch alle herzlich einladen an der traditionellen Bergmesse der Bergwacht Wasserburg auf der Kampenwand am Gedächtniskreuz vor der Bergwachthütte teilzunehmen. Wir feiern mit euch einen besonderen Anlass: Unsere Bereitschaft existiert seit 85 Jahren und seit 75 Jahren unsere Hütte! Um 10:30 Uhrbeginnt die Messe, die uns wieder Herr Prälat Hans Lindenberger liest. Die Messe sowie der anschließende Almkirta werden musikalisch von der Turmbläsergruppe der Stadtkapelle Wasserburg umrahmt. Wir freuen uns, euch alle nach der Messe mit Getränken, Gulaschsuppe, Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen bewirten zu dürfen.
Zu zwei zeitgleichen Einsätzen wurde unsere Dienstmannschaft am Samstag, dem 16.09. alarmiert.
Eine 79-jährige Frau aus dem Landkreis beging von Hintergschwendt aus den Steig, der nordseitig unter dem Gederer Pfeiler Richtung Roßboden führt, war unterhalb einer kurzen Kletterstelle vom Weg abgekommen und hatte sich in steiles und abschüssiges Waldgelände verstiegen. Als sie nicht mehr vor und zurück konnte, rief sie beim Wirt des Liftstüberls an, der die Bergwacht alarmierte. Drei Einsatzkräfte rückten von der Diensthütte zur vermuteten Einsatzstelle aus und fanden die Frau nach kurzer Suche. Gemeinsam führte man die Frau zurück aus dem Steilgelände auf den Weg, der sich weiter östlich und ein gutes Stück oberhalb befand. Die Frau wurde in der Folge noch bis zum Sultensattel begleitet und von dort mit dem Auto zum Liftstüberl gefahren. Drei Einsatzkräfte waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.
Nahezu zeitgleich alarmierte die Rettungsleitstelle zu einem Paralleleinsatz oberhalb der Schlechtenbergalm. Eine 16-jährige Mountainbikerin aus dem Landkreis übersah bei der Abfahrt eine scharfe Rechtskurve und stürzte über eine Strecke von knapp 100 m in eine steile und mit Steinen durchsetzte Wiese in der sie mittelschwer verletzt liegenblieb. Aufgrund der Geschwindigkeit und des Sturzgeschehens wurde schon bei der Erstmeldung ein Notarzt hinzu alarmiert.
Vier Einsatzkräfte der Wasserburger Bergwacht rückten von der Diensthütte zur Unfallstelle aus und übernahmen die Erstversorgung. Da zum Unfallzeitpunkt kein Rettungshubschrauber verfügbar war, alarmierte man den Notarztwagen aus Prien, der – geleitet vom Fahrzeug der Bergwacht Aschau – direkt auf die Kampenwand fuhr. Nach weiterer notärztlicher Versorgung wurde die Patientin ins Tal gebracht und vom Rettungsdienst in die nächste Klinik gefahren. Acht Einsatzkräfte der Bergwachten Wasserburg und Aschau, sowie das Notarzteinsatzfahrzeug Prien waren knapp zwei Stunden im Einsatz.
Liebe Freunde und Förderer der Bergwacht Wasserburg,
nach fünfjähriger Pause freut es uns außerordentlich, dass wir durch die großzügige Unterstützung des Bankhauses RSA wieder eine hochkarätige Benefizveranstaltung zugunsten unserer Bergwachtbereitschaft anbieten können.
Nach Hans Kammerlander, Simon Gietl und Peter Habeler konnten wir für dieses Jahr den berühmten Abenteurer, Segler und Polarforscher Arved Fuchs als Referenten gewinnen.
Arved Fuchs, unterwegs mit seinem Segelboot
Seit über 40 Jahren unternimmt Arved Fuchs Expeditionen in die entlegenen Polarregionen unseres Erdballs. Er ist der erste Mensch, der innerhalb eines Jahres sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu Fuß erreicht hat. Doch was für ihn ursprünglich das große Abenteuer war, ist längst zu einer Mission geworden.
Auf seinen Expeditionen erlebt er die besondere Ästhetik und Schönheit der arktischen Landschaften. Zugleich wird er unmittelbar mit den Auswirkungen des Klimawandels, der Vermüllung der Meere und Landschaften, sowie dem Artensterben konfrontiert. Die Expedition OCEAN CHANGE beleuchtet beide Seiten – auf der einen die der atemberaubend schönen Natur und zugleich deren Verletzlichkeit. Arved Fuchs nennt die Probleme beim Namen – und macht deutlich, was wir verlieren und was wir ändern müssen.
Arved Fuchs wirbt für den Schutz und den Erhalt der Natur. Seine These:
Eine funktionierende Weltgemeinschaft erfordert eine lebendige Natur.
Der Vortrag startet am
16. November um 19:00 Uhr im Wasserburger Rathaussaal, Marienplatz 2 in 83512 Wasserburg.
Einlass: ab 18:15 Uhr
Eintritt: 25,00 EUR – Freie Platzwahl
Es werden 100 % des Eintrittspreises an die Bergwacht Wasserburg gespendet.
Die Organisation und die Kosten der Veranstaltung übernimmt vollständig das Bankhaus RSA.
Karten gibt es in der Geschäftsstelle Wasserburg des Bankhauses RSA, Hofstatt 19, 83512 Wasserburg und können telefonisch unter Tel: 08071/92298-0 für Selbstabholer reserviert werden.
So lange der Vorrat reicht, können auch noch Karten an der Abendkasse erworben werden.
Am vergangenen Sonntag, dem 10. September wurde unsere Dienstmannschaft gegen 14:50 Uhr zu einer verunfallten Wanderin auf der Sulten-Nordseite alarmiert.
Eine 63-jährige Frau aus Rheinland-Pfalz war im Abstieg rund 100 Meter oberhalb der Kapelle „Bei unserer Lieben Frau“ auf einer kleinen Felsstufe ausgerutscht und hatte sich schwer am Sprunggelenk verletzt. Ihr Begleiter alarmierte die Bergwacht, da die Frau nicht mehr gehfähig war.
Vier Mann rückten mit dem ATV und der Gebirgstrage von oben aus, zwei Kameraden der Bergwacht Aschau fuhren wenig später vom Tal aus zum Ende der Straße an der Kapelle. Die Patientin wurde durch die zuerst eintreffenden Bergwachtmänner versorgt und mit einer Beinschiene in die Gebirgstrage gelagert. Gemeinsam transportierte man die Frau ca. 200m über den Waldweg zum Bergrettungsfahrzeug und im Anschluss nach Aschau, wo sie an den Landrettungsdienst übergeben wurde. Die weitere Versorgung erfolgte in einer nahe gelegenen Klinik. Sechs Mann waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.
Am Wochenende vom 08.-10.09.2023 nahmen unsere Hundeführer Franz Schreiber und Andreas Bartl an einem Hubschrauberausbildungswochenende bei der Bergwacht Schwäbisch Gmünd teil. Rund 100 Einsatzkräfte von verschiedenen Rettungsorganisationen trainierten in Degenfeld an einem Airbus H145 Hubschrauber des SAR-Dienstes der Bundeswehr, Standort Niederstetten, verschiedene Rettungstechniken. Für die Einsatzhunde der Bergwacht und ihre Hundeführer/innen ging es dabei hauptsächlich um den Vorgang des Auf-und Abwinchens an der Seilwinde des Hubschraubers. Dieses sehr anspruchsvolle Manöver wird vor allem bei Sucheinsätzen auf Lawinen durchgeführt, um Hund und Hundeführer schnell direkt auf -oder an der Lawine abzusetzen, da hierbei meist höchste Eile geboten ist und mit den Suchmaßnahmen schnellstmöglich begonnen werden muss. Das Windenmanöver erfordert ein hohes Maß an Konzentration, viel Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer/in und muss deshalb regelmäßig geübt werden.
Hundeführer Andi mit Lawinenhund Hades
Der Border-Collie Hades ist mit 7,5 Jahren die jüngste Einsatzkraft bei der Bergwacht Wasserburg. Im Frühjahr 2021 hat der Rüde gemeinsam mit seinem Hundeführer Andreas Bartl die Rettungshundeprüfung bei der Lawinen -und Rettungshundestaffel (LRHS) der Bergwacht, Region Hochland, bestanden und ist seitdem für Vermisstensuchen im Gebirge und unwegsamen Gelände einsatzbereit. Im Winter 2022 haben die beiden auch die Einsatzprüfung zur Lawinensuche erfolgreich abgelegt und sind seitdem auch für die Suche nach in Lawinen verschütteten Personen einsatzfähig.
Die Ausbildung zum Bergwacht-Suchhundeteam ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Zunächst muss der angehende Bergwacht-Hundeführer die ca. 2-3 Jahre dauernde Ausbildung zur Bergwacht-Einsatzkraft absolvieren. Diese umfasst: sicheres bewegen im Alpinen Gelände im Sommer und Winter, Klettern, Seilsicherungstechnik, Orientierung, Naturschutz, Skifahren auf der Piste und im Gelände, Skibergsteigen, Kondition, Lawinenkunde, Rettungstechniken im Sommer und Winter, Luftrettung und fundierte Kenntnisse in der Notfallmedizin. Hat der Anwärter diese Fertigkeiten in insgesamt sieben Prüfungen unter Beweis gestellt, kann er als Mitglied in die Lawinenhundestaffel aufgenommen werden. Hier müssen weitere ca. 2-3 Jahre an Ausbildung absolviert werden, bis Hund und Hundeführer zu den Einsatzprüfungen antreten können. Die Hundeausbildung beginnt dabei im Idealfall bereits im Welpenalter. Der Hund wird dabei mit viel Spaß und Motivation spielerisch an seine Aufgabe herangeführt. Auch der Hund muss sich im alpinen Gelände sicher bewegen können und ist -seinem Alter angepasst- entsprechend häufig mit seinem Hundeführer in den Bergen unterwegs. Drüber hinaus ist ein hohes Maß an Sicherheit und Unbefangenheit gegenüber fremden Personen und Lärmeinwirkung erforderlich. Dies wird bei der Wesensüberprüfung ebenso überprüft, sowie dass der Hund nicht aggressiv oder ängstlich ist. Immerhin müssen die Hunde mit den verschiedensten Transportmitteln wie ATV(Quad), Pistenraupe, Skilift oder dem Hubschrauber transportiert oder gar abgeseilt werden. Nach dem Wesenstest sind Prüfungen in der Unterordnung, Vermisstensuche und Lawinensuche abzulegen. Diese müssen ebenso jährlich wiederholt werden, wie die Teilnahme im Hubschraubersimulator im ZSA in Bad Tölz und jährliche Flugtrainings mit dem Hubschrauber.
Hundeführer Andi mit Lawinenhund Hades
Hundeführer Franz mit Hund Bero
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