Ausbildung in der SchobergruppeAusbildung in der Schobergruppe

Ausbildung in der Schobergruppe – Einsame Grate in den Hohen Tauern

Der diesjährige Sommerausflug der Bereitschaft führte vom 21.-23. Juli 2023 auf die Adolf-Nossberger-Hütte in der Schobergruppe in den Südlichen Hohen Tauern.

Zu zehnt erfolgte am Freitag der Aufstieg zur landschaftlich einmalig liegenden Hütte im Gradental und gegen Abend erreichten die Teilnehmer bei bestem Wetter den Keeskopf (3.081 m).

Am Samstag erforderte der bereits erwartete Schlechtwettereinbruch einen frühen Start. So konnte unter anderem in einer schnellen Durchsteigung der selten begangene Nordostgrat auf das Petzeck (3.283 m), ein langer und ausgesetzter Grat im III. Schwierigkeitsgrad, begangen werden. Die restliche Mannschaft wanderte auf die Hohe Gradenscharte und über den Wiener Höhenweg zur Niederen Gradenscharte und erreichte die Hütte wieder, bevor starke Regenfälle und Gewitter den Bergtag früh beendeten.

Am Sonntag war bei bestem Wetter der ebenfalls selten begangene Südostgrat auf den Großen Hornkopf (3.251 m) mit der anschließenden anspruchsvollen Überschreitung zum Kleinen Hornkopf und in die Klammerscharte das Ziel.

Insgesamt erlebten die Teilnehmer einen sehr abwechslungsreichen und auch bergsteigerisch sehr ergiebigen Sommerausflug in einem herb-alpinen aber landschaftlich wunderschönen Gebiet.
Besonders zu erwähnen ist die sehr gastfreundliche und herzliche Bewirtung auf der bestens geführten Adolf-Nossberger-Hütte.

Fahrzeug Bergwacht Wasserburg Foto: Moritz Türk

Zwei Einsätze am ersten Ferienwochenende

Am vergangenen Samstag 29.07.23 wurde unsere Dienstmannschaft gegen 17:30 Uhr zu einer gestürzten Mountainbikerin alarmiert. Eine vierköpfige Familie aus dem Landkreis befuhr mit dem Rad die Straße von der Steinlingalm Richtung Aschau, als die 26-jährige Tochter während eines starken Regengusses im Bereich Goriloch schwer stürzte. Drei Mann aus dem Vorsorgedienst übernahmen die Erstversorgung der verletzten Frau, lagerten diese schonend auf einer Vakuummatratze und kümmerten sich um den Wärmeerhalt der mittlerweile vollständig durchnässten und bereits leicht unterkühlten Patientin. Der Transport der vier Personen ins Tal erfolgte mit dem Wasserburger Bergwachtfahrzeug und dem hinzualarmierten Fahrzeug der Bergwacht Aschau. Den Transport in die Klinik nach Prien übernahm der Landrettungsdienst.

Sechs Einsatzkräfte waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Am Sonntag 30.07. gegen 14:30 Uhr alarmierte die Wirtin der Schlechtenbergalm zu einem 62-jährigen Gast aus Baden-Württemberg. Dieser war kurz zuvor gestürzt und konnte aufgrund einer Kreislaufschwäche den Abstieg nicht mehr selbständig fortsetzen. Zwei Bergwachtler fuhren den Mann mit dem Bergwachtfahrzeug ins Tal, wo er sich selbst in ärztliche Behandlung begab.

Der Einsatz war nach einer Stunde beendet.

ATV im Einsatz

Wanderer mit Kreislaufproblemen und gestürzter Mountainbiker

Am vergangenen Sonntag, dem 23.07. rückte unsere Dienstmannschaft zu zwei Notfällen kurz hintereinander aus.

Um 11:45 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle zu einem Notfall an der Sonnenalm. Ein 59-jähriger Wanderer aus dem Allgäu mit akuten Kreislaufproblemen benötigte medizinische Hilfe. Zwei Mann fuhren von der Diensthütte mit dem All Terrain Vehicle (ATV) zur Sonnenalm, versorgten den Patienten und transportierten diesen über den sog. Panoramaweg zur Steinlingalm. Der weitere Transport ins Tal zur Übergabe an den Landrettungsdienst erfolgte mit dem Wasserburger Bergwachtfahrzeug. Vier Mann waren rund eine Stunde im Einsatz.

Etwa 30 Minuten später erfolgte die nächste Alarmierung ins Gori-Loch. Ein 33-jähriger Radfahrer aus dem Landkreis war schwer gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt. Drei Bergwachtmänner fuhren mit dem Bergwachtfahrzeug zur Einsatzstelle und übernahmen die Erstversorgung. Aufgrund des Verletzungsbildes und starker Schmerzen wurde zur weiteren Versorgung ein Notarzt alarmiert. Der Bergwachtnotarzt der Bergwacht Rosenheim beendete gerade einen Paralleleinsatz in Aschau und konnte dadurch zeitnah von Kollegen der Bergwacht Aschau mit deren Fahrzeug auf die Kampenwand gebracht werden. Nach der weiteren notärztlichen Behandlung wurde der Patient ins Tal gebracht, an den Rettungsdienst übergeben und in die nächste Klinik gefahren. Sieben Einsatzkräfte der Bergwachten Wasserburg, Rosenheim und Aschau waren eineinhalb Stunden im Einsatz.

Patient, Bergretter und Notarzt am Bergetau von Heli 3

Abgestürzter Gleitschirmflieger an der Kampenwand

Schwer verletzt wurde am Samstag, dem 08. Juli ein 60-jähriger Gleitschirmpilot aus dem Landkreis Rosenheim an der Kampenwand.

Kurz nach dem Start unterhalb der Sonnenalm klappte der Gleitschirm des Piloten in sich zusammen, und der Mann stürzte aus ca. 20 Metern Höhe ungebremst zu Boden. Eine zufällig anwesende Krankenschwester, die den Sturz beobachtet hatte, leistete Erste Hilfe und alarmierte die Bergwacht.

Vier Mann der Wasserburger Bergwacht rückten mit Ihren Einsatz-Ebikes und dem All-Terrain-Vehicle (ATV) von der Diensthütte aus und erreichten nach nur 10 Minuten die Einsatzstelle. Der zeitgleich alarmierte Rettungshubschrauber Heli 3 aus Kufstein setzte den Notarzt kurz oberhalb ab, so dass eine schnelle medizinische Versorgung erfolgen konnte.

Der Patient wurde im Luftrettungssack verpackt, mit dem Bergetau zum Zwischenlandeplatz an der Sonnenalm transportiert und zur weiteren Behandlung ins Klinikum Traunstein geflogen.

Vier Bergretter waren rund eineinhalb Stunden im Einsatz.

Unmittelbar nach diesem Einsatz benötigte ein 30-jähriger Mountainbiker aus dem Landkreis Hilfe. Er war oberhalb der Sonnenalm mit dem Fahrrad gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt. Der Mann wurde vom Wasserburger Bergwachtnotarzt auf der Diensthütte versorgt und mit dem Bergwachtfahrzeug ins Tal gefahren. Der Transport zur weiteren Versorgung erfolgte ins Klinikum nach Rosenheim.

Patient, Bergretter und Notarzt am Bergetau von Heli 3
Patient, Bergretter und Notarzt am Bergetau von Heli 3
Polizei zur Unfallaufnahme an der Steinlingalm
Polizei zur Unfallaufnahme an der Steinlingalm
Rettungshubschrauber Heli 3 an der Bergstation
Rettungshubschrauber Heli 3 an der Bergstation