Kletterunfall an der Kampenwand – Frau von Felsblock getroffen

Bergwacht Wasserburg und Christoph 1 retten gemeinsam Verunfallte aus steilem Felsgelände

Aschau, 30.03.19

Zu einem schweren Kletterunfall kam es am Samstagnachmittag auf der Kampenwand. Der neben der Bergwacht alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 1 aus München nahm zwei Mann der Dienstmannschaft der Bergwacht Wasserburg an der Steinlingalm auf und holte die Frau in einer sogenannten Kappbergung mit der Seilwinde aus der Wand.

Die gut ausgerüstete und erfahrene Zweierseilschaft war auf dem sogenannten Torweg unterwegs, einer Kletterroute im unteren vierten Schwierigkeitsgrad, durch die Südwand des Westgipfels. Die Seilschaft war bereits in der letzten Seillänge, als sich ein lockerer Felsblock löste und die nachsteigende Kletterin traf. Mit einer schweren Beinverletzung und bewegungsunfähig blieb nur die Alarmierung der Bergwacht als Ausweg.

Nach einer Zwischenlandung versorgte die medizinische Crew und die Bergwacht die Verunfallte am Landeplatz bevor der Transport in eine Münchner Klinik erfolgte. Die Einsatzkräfte der Bergwacht begleiteten den Seilpartner talwärts. Fünf Mann der Wasserburger Bergwacht waren etwa 1,5 Stunden im Einsatz. 

Skitourengeherin an der Kampenwand abgestürzt

Eine Skitourengeherin aus der Region ist am gestrigen Sonntag gegen 10.15 Uhr an der Kampenwand etwa 150 Meter abgestürzt und schwerst verletzt worden.

Die Frau war auf dem Verbindungsweg zwischen Kampenwandseilbahn und Steinling-Alm auf hartem Untergrund ausgerutscht und stürzte in Folge rund 150 Meter über fels- und baumdurchsetztes Steilgelände ab. Die Dienstmannschaft der Bergwacht Wasserburg übernahm die Erstversorgung der Verunglückten und sicherte diese gegen ein weiteres Abrutschen ab.

Eine Notärztin des Traunsteiner Rettungshubschraubers Christoph 14 wurde per Tau an die Unglücksstelle geflogen und stabilisierte die Patientin. Der Abtransport erfolgte per Taubergung zum Zwischenlandeplatz Gori-Alm und von dort in das Klinikum Traunstein.

Es waren sechs Männer der Bergwacht Wasserburg und zwei Männer der Bergwacht Aschau-Sachrang zwei Stunden lang im Einsatz.